Warum Bestechung beim Familienshooting keine gute Idee ist
Oft fragen Eltern, ob sie die Kinder fürs Shooting mit Eis, Spielzeug oder Gummibärchen belohnen sollen, damit sie „gut mitmachen“.
Die Idee klingt nachvollziehbar – tatsächlich macht es das Ganze aber schwieriger.
1. Bestechung macht das Shooting zu etwas „Unangenehmem“
Wenn Kinder eine Belohnung bekommen, heißt das für sie: „Das, was ich gerade mache, ist anstrengend oder unangenehm. Aber für das Eis danach halte ich durch.“
Das ist wie beim Essen: Sagt man „Wenn du dein Gemüse isst, bekommst du ein Eis“, wirkt das Gemüse automatisch wie etwas Negatives, und das Eis wird zum einzigen Highlight. Dabei wissen wir: Gemüse ist das Wertvolle – und sollte auch als solches wahrgenommen werden.
Ähnlich beim Shooting: Wenn es eine Belohnung gibt, fühlen Kinder sich bestätigt, dass es etwas ist, das sie nur „überstehen“ müssen. Dabei soll das Shooting selbst Freude machen.
2. Das Shooting ist ein Erlebnis, kein Pflichtprogramm
Meine Shootings sind so gestaltet, dass Kinder Spaß daran haben. Sie dürfen lachen, kuscheln, blödeln, auch mal wild sein und ihre Energie rauslassen.
Dafür braucht es keinen großen Raum. Schon kleine Bewegungen, spontane Momente oder ein kurzes Spiel im Studio reichen, um lebendige und echte Bilder entstehen zu lassen.
3. Druck sorgt nur für Stress
Wenn Eltern denken: „Hoffentlich klappt es, sonst gibt’s kein Eis“, spüren Kinder diesen Druck sofort. Das macht sie unruhig – und die Stimmung kippt.
Viel besser: Den Druck loslassen. Ihr müsst euch nicht darum kümmern, ob die Kinder brav sitzen oder lächeln. Das ist meine Aufgabe. Ich leite sie spielerisch an und achte darauf, dass die Situation stimmig bleibt – selbst wenn es mal turbulenter wird.
4. Euer einziger Job: Entspannen
Kommt entspannt zum Shooting und überlasst mir die Führung. Ich kümmere mich darum, dass sich die Kinder wohlfühlen, dass sie Freude haben und dabei auch gut aussehen.
So entstehen die Bilder, die euch wichtig sind: ehrlich, lebendig und voller Nähe – ganz ohne Druck und ohne „Wenn-du-mitmachst-gibt’s-ein-Eis“.
Mein Tipp: Bringt gute Laune mit, keine Belohnungen. Dann entsteht eine Atmosphäre, in der sich Kinder frei fühlen – und genau daraus entstehen die schönsten Familienfotos.
